Einsatzbericht: Feuerwehr Bodenseekreis
29.Mai.2017
Großbrand in Deggenhausen

Wohn- und Ökonomiegebäude durch Brand vernichtet

Deggenhausertal/Bodenseekreis – Sachschaden im sechsstelligen Bereich und ein völlig zerstörtes Wohn- und Ökonomiegebäude sind die Bilanz eines Großbrandes, der am Samstagnachmittag (27.05.2017) aus noch ungeklärter Ursache auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen am Mühlenweg in Deggenhausen ausgebrochen ist. Rund 70 ehrenamtliche Feuerwehrleute aus Deggenhausen und Markdorf bekämpften den Brand, weitere Kräfte aus Salem waren in Bereitschaft. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Freiwillige Feuerwehr Deggenhausertal wurde gegen 14 Uhr 30 alarmiert. Als Kommandant Karlheinz Bentele kurz darauf beim Feuerwehrgerätehaus eintraf, veranlasste er als erste Maßnahme die Auslösung eines Großalarms, da er bereits auf dem Weg dorthin eine starke Rauchentwicklung über dem Ortsteil Deggenhausen festgestellt hatte. Zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort war Emil Oberfell, ehemaliger Kommandant der Feuerwehrabteilung Deggenhausen, der in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnt, von seiner Frau auf dem Brand aufmerksam gemacht wurde und über den Notruf 112 selbst die Alarmierung seiner Kameraden veranlasste. „Das Feuer hatte bereits das Dach durchschlagen“, beschreibt er das Ausmaß des Brandes bei seiner Entdeckung. „Als wir am Einsatzort eintrafen, stand das Gesamtgebäude im Vollbrand und wir mussten uns zunächst auf den Schutz der Nachbargebäude konzentrieren. Das war problematisch, weil der Wind ungünstig stand“, umreißt Einsatzleiter Karlheinz Bentele die Ausgangslage für die Löschmaßnahmen. Eine weitere Gefahr drohte durch die über die brennenden Gebäude führenden elektrischen Versorgungsleitungen, von denen eine unter der Hitzeeinwirkung auch riss. Aus diesem Grund musste das zuständige Energieversorgungsunternehmen die Stromzufuhr in Teilbereichen von Deggenhausen unterbrechen. Glück im Unglück war für die Feuerwehr die Lage des Brandobjekts in unmittelbarer Nähe zur Deggenhauser Aach, denn so konnten mit insgesamt drei Tragkraftspritzen die benötigten hohen Löschwassermengen direkt aus dem Gewässer entnommen werden. Obwohl das nächste Wohnhaus an der engsten Stelle eines Weges nur etwa drei bis vier Meter vom Brandobjekt entfernt ist, gelang es den Einsatzkräften, dieses Haus und andere Gebäude zu retten. Allerdings weisen geschmolzene Kunststofffenster und Fassadenverkleidungen sowie geborstene Scheiben darauf hin, dass eine Brandausbreitung unmittelbar bevorstand. „Der Einsatz ist sehr gut abgelaufen“, lobte Kreisbrandmeisterstellvertreter Timo Keirath, der die Löscharbeiten beaufsichtigte und die Einsatzleitung unterstützte. Neben Keirath war auch Bürgermeister Fabian Meschenmoser war zur Brandstelle gekommen, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Unterstützt wurden die Feuerwehren durch die DRK-Bereitschaft Deggenhausertal und durch zusätzliches Personal der Schnelleinsatzgruppen Salem und Markdorf, die mit insgesamt rund 30 Einsatzkräften die Sicherheit der Feuerwehrleute gewährleisteten und die zahlreich eingesetzten Atemschutzgeräteträger überwachten. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden und mussten auch in der Nacht sowie am Sonntagmorgen nochmals aufgenommen werden, da immer wieder Glutnester aufflackerten. Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden ist zur Stunde noch nicht hinreichend genau abschätzbar; er dürfte aber sicher deutlich im sechstelligen Bereich liegen, da sowohl das Haupt- als auch die Nebengebäude nahezu vollständig zerstört und auch ein benachbartes Wohnhaus beschädigt wurde. Bildergalerie: <<hier>>



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