Verbandsversammlung 2025 des KFV Bodenseekreis am 28. März 2025

Die Humpis-Halle stand am Freitagabend (28. März 2025) ganz im Zeichen der Feuerwehren. Nachdem schon am frühen Abend die jährliche Versammlung der Kreisjugendfeuerwehr stattgefunden hatte, tummelten sich direkt im Anschluss daran noch mehr Wehrleute aus dem ganzen Bodenseekreis in der modernen Versammlungsstätte im Meckenbeurener Ortsteil Brochenzell.

Verbandsvorsitzender Martin Schweizer eröffnete die Hauptversammlung und konnte die Beschlussfähigkeit feststellen. Zuvor war die Ehrenfahne des Kreisfeuerwehrbands von einer Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Stetten, unter musikalischer Begleitung durch den Spielmannszug Kehlen, an die Fahnenabordnung der Freiwilligen Feuerwehr Tettnang übergeben worden, die sie nun für ein Jahr für den Verband führen wird.

Begrüßt werden konnten, neben den Delegationen der Feuerwehren, auch Gäste aus der Politik, anderen Hilfsorganisationen, der Bundeswehr, sowie einige Bürgermeister. Die einfühlsamen Worte zum Totengedenken sprach Dekan Ulrich Aeschbach.

Georg Schellinger, Bürgermeister der Gemeinde Meckenbeuren, begrüßte die Versammlung als Hausherr und erinnerte noch einmal an das Hochwasserereignis im Mai 2024, das die Gemeinde Meckenbeuren stark getroffen hatte. Hier habe sich in großem Maßstab gezeigt, wie wichtig die Feuerwehren für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sind.

Landrat Luca Wilhelm Prayon bedankt sich in seinem Grußwort im Namen des Landkreises für die Arbeit der Feuerwehren, die in weitaus größtem Maß im Ehrenamt geleistet wird.

Im Bericht des Vorsitzenden listete Martin Schweitzer die unzähligen Aktivitäten des Verbands auf. Mit den neu geschaffenen Fachgebieten “Aus- und Fortbildung”, und “Menschen in der Feuerwehr und Ehrenamtsförderung” kann nun zielgerichteter auf die Bedürfnisse auch des einzelnen Feuerwehrangehörigen eingegangen werden. Es konnten schon im Jahr 2024 Lehrgänge und Seminare angeboten werden, was für 2025 weiter ausgebaut werden soll. Schweitzer hob auch das Online-Organ des Kreisfeuerwehrverbands hervor, den Newsletter “Brandmelder”, der in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet “Brand- und Bevölkerungsschutz” des Landratsamts, in kürze zum 11. Mal erscheinen wird.

Kreisbrandmeister Alexander Amann konnte erfreuliche Zahlen aus dem Feuerwehrwesen aus dem Bodenseekreis vermelden. So steigt die Anzahl der Mitglieder der Feuerwehren leicht, aber stetig an. So waren im vergangen Jahr 2.405 Einsatzkräfte in den Gemeindefeuerwehren und 254 Feuerwehrleute in den Werkfeuerwehren aktiv. Diese in der Mehrheit ehrenamtlichen Einsatzkräfte mussten im Jahre 2024 insgesamt 4.455 Alarmierungen kreisweit abarbeiten, welche sich in 60% Einsätze der technischen Hilfe und in 12 % Brände aufteilen. 22% waren Fehleinsätze ohne tatsächliches Schadensereignis und 6 % sonstige Alarmierungen. Auch in der Aus- und Fortbildung wurde 2024 viel geleistet. So fanden im Bodenseekreis 41 Lehrgänge statt, darunter 9 Atemschutzlehrgänge, 8 Lehrgänge für Sprechfunker, 8 Lehrgänge zur E-Mobilität und 6 Grundausbildungslehrgänge. Damit wurden im Landkreis 747 Feuerwehrangehörige ausgebildet. Weitere 113 Feuerwehrleute konnten Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal besuchen.

Polizeipräsident Uwe Stürmer überbrachte die Grüße des Polizeipräsidiums und bedankte sich für die permanente gute Zusammenarbeit innerhalb der Blaulichtfamilie. Als Vertreter aus der Politik ergriff Klaus Hoher (MdL) das Wort und zollte den Einsatzkräften seinen höchsten Respekt, verbunden mit dem Dank für die permanente Einsatzbereitschaft.

Traditionell werden an der Verbandsversammlung verdiente Feuerwehrangehörige ausgezeichnet.

Mit der höchsten Auszeichnung im deutschen Feuerwehrwesen, dem deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, konnte Verbandsvorsitzender Martin Schweitzer den Friedrichshafener Werner Späth auszeichnen. Die Versammlung zollte Werner Späth im stehen Applaus, als die lange Begründung und die umfassende Feuerwehrkarriere in der Laudatio verlesen wurde. Späth, der 1977 in die Häfler Feuerwehr eingetreten war, hatte sich stehts überdurchschnittlich für das Feuerwehrwesen in Friedrichshafen, aber auch im Landkreis, eingesetzt. Bis heute bekleidet er das Amt des 1. Stellvertretenden Kommandanten in der Kreishauptstadt.

Mit dem deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber wurde Konrad Wolf, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Tettnang, ausgezeichnet. Das deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze erhielten Patrik Seidel und Mathias Brutsch, beide von der Freiwilligen Feuerwehr Markdorf. Claus Mecking von der Freiwilligen Feuerwehr Immenstaad wurde mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg (LFV) in Gold ausgezeichnet.

Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis (KFV) in Silber erhielten Markus Löffler von der Jugendfeuerwehr Bodenseekreis und Dekan Ulrich Aeschbach. Weiter auch Martin Scheerer, Franz Burkhart und Karl-Heinz Bentele, für Ihre Arbeit im Vorstand des KFV, sowie Stefan Amann von der Feuerwehr Meckenbeuren. Auch Kreisbrandmeister Alexander Amann und seine Stellvertreter Peter Schörkhuber, Michael Fischer und Dagobert Heß durften die Auszeichnung des Verbands entgegennehmen.

Als Feuerwehrkommandanten ausgeschieden sind: Reinhold Petzi (FF Eriskirch), Martin Stett (FF Immenstaad), Daniel Kneule (FF Markdorf) und Rudi Koslowski (FF Uhldingen-Mühlhofen). Hier konnte der traditionelle Kommandantenkrug mit Dank übergeben werden.

Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis e. V.
Martin Scheerer
Mobil: +49 178 5384694
E-Mail: pressesprecher@kfv-bodenseekreis.de
www.kfv-bodenseekreis.de

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